Schweizer Postdrohne fliegt künftig Laborproben

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Seit Mitte März fanden rund 70 autonome Testflüge zwischen den beiden Standorten statt. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) war von Beginn an ins Projekt involviert, hat die Drohne und ihre Sicherheitskomponenten geprüft, die luftrechtlichen Bedingungen definiert und der Schweizer Post und dem Hersteller Matternet die Genehmigung für die Flüge erteilt.

Regelmässige Drohnenflüge ab 2018

Sobald die eingesetzte Drohne die hohen Anforderungen in Sachen Sicherheit, Praxistauglichkeit und Zuverlässigkeit erfüllt, wird der regelmässige Drohneneinsatz zwischen den beiden Kliniken zum Alltag werden. Dies wird voraussichtlich 2018 der Fall sein. Die Drohne wird dann autonom entlang der vordefinierten Route zum Zielort fliegen, wo die Box von einem anderen Mitarbeitenden in Empfang genommen wird.

Die Post setzt auf modernste Lieferdrohnen

Testbetrieb einer Paket-Drohne der Swiss Post am 28.3.2017 in Lugano. Die Drohne pendelt zwischen den Spitaelern Civico und Italiano. (POST/Alessandro Della Bella)

Bei der in Lugano eingesetzten Logistikdrohne kommt modernste Technik zum Einsatz. Es handelt sich um einen Quadrokopter des amerikanischen Herstellers Matternet. Die Drohne hat eine kompakte Grösse von 80 Zentimetern im Durchmesser (ohne Rotorblätter), ist auf den Transport von leichten Gütern bis zwei Kilogramm spezialisiert, hat eine maximale Reichweite von 20 Kilometern und fliegt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 Metern pro Sekunde (36 Kilometern pro Stunde). Aus Sicherheitsgründen wurden sowohl der Autopilot als auch andere wichtige Sensoren (z. B. Höhenmesser, Beschleunigungsmesser, Gyrometer) immer in redundant Ausführung eingebaut. es zu einerm Totalausfall kommen, würde ein Fallschirm automatisch ausgelöst. Am Start- und Landepunkt kommt zudem ein sogenanntes „Landing Pad“ zum Einsatz, das ein Infrarotsignal aussendet, damit die Drohne punktgenau landen kann.

Testbetrieb einer Paket-Drohne der Swiss Post am 28.3.2017 in Lugano. Die Drohne pendelt zwischen den Spitaelern Civico und Italiano. (POST/Alessandro Della Bella)

Technische Daten Matternet M2 V7

  • Typ: Quadcopter
  • Antrieb: elektrisch
  • Akku: Lithium-ion Batterie
  • Maße: 80 x 80 x 26 cm (ohne Rotoren), 128 x 128 x 26 cm (mit Rotoren)
  • Gewicht (inkl. Batterie): 9.5 kg
  • max. Abfluggewicht: 11.5 kg
  • max Reichweite: 20 km mit 1 kg Zuladung
  • max. Geschwindigkeit: 10 m/s
  • max. Höhe: 120 m AGL
  • Einsatz bei max. Windgeschwindigkeit: 12 m/s
  • Einsatz bei max. Temperatur: -10 to +40 °C
  • Flug bei Regen und schlechten Wetterverhältnissen aktuell noch untersagt, mit einer Freigabe wird im Juni 2017 gerechnet
  • Steuerung per Matternet iPhone App
  • Sicherheitfeatures: automatischer Fallschirm, Multi-factor 3D Geofence

Schweizer Post mit Pionierrolle in der Drohnenlogistik

Testbetrieb einer Paket-Drohne der Swiss Post am 28.3.2017 in Lugano. Die Drohne pendelt zwischen den Spitaelern Civico und Italiano. (POST/Alessandro Della Bella)

Für die Schweizer Post ist der Einsatz von Drohnen in der Logistik vor allem auf der letzten Meile interessant. Im Vordergrund stehen dabei Transporte von Spezialsendungen oder die Versorgung einer nach einem Unwetter von der Umwelt abgeschnittenen Siedlung. Drohnen werden in Zukunft die traditionelle Paketzustellung sinnvoll ergänzen, jedoch nicht ersetzen.

Schweizer Postdrohne fliegt künftig Laborproben

Bilder / Video Copyright : Schweizer Post / Matternet
Quelle: Schweizer Post

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