Selbst Disney muss sich an die eigenen Flugverbotszonen halten

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Ja, so kann es gehen. Da hat sich Disney wohl selbst ins Knie geschossen.

Die Disney-Themenparks sind weltweit bekannt, auch bei Piloten – denn über den Disney Parks gilt wie über allen Vergnügungsparks ein absolutes Flugverbot. Hierfür hat Disney auch hart gekämpft. Kurz nach 9/11 hat man mit der Hilfe von ein paar Lobbyisten alles daran gesetzt dieses Flugverbot durchzuboxen. Dies hat man auch geschafft und das Magic Kingdom hat nun den selben Status wie z.B. das Weiße Haus oder das Pentagon. – clever….bis jetzt.

Gleicher Flugverbotsstatus wie das Pentagon

Aber genau jetzt ist der Zeitpunkt an dem genau diese Forderung wie ein Bumerang Disney zwischen die Beine fliegt. War es ursprünglich zum Schutz der Besucher gedacht, macht genau dieses Gesetz Disney das Leben schwer.

Wie man in einem Patentantrag erkennen kann, möchte Disney wohl von seinem klassischen Feuerwerk abweichen und stattdessen Drohnen die mit LEDs ausgestattet sind in den Himmel schicken. Mit dieser Technik verspricht man noch mehr Besucher anzulocken und seiner Schloßbeleuchtung ein etwas mehr Pep zu verpassen. Die geplante Drohnen Lightshow (ähnlich dem Intel Weltrekord) soll ein neues Highlight der Disney-Parks werden – wenn da diese Flugverbotszone nicht wäre, denn Gesetz ist Gesetzt und auch ein Megakonzern wie Disney muss sich daran halten.

Disney Drohne Lichtshow

Disney plant eine Lightshow mit Drohnen (Bild: U.S. Patentamt)

Aber Disney wäre nicht Disney, wenn die Jungs jetzt nicht versuchen würden, genau für das von Ihnen erwirkte Verbot eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen bzw. das Gesetz etwas zu seinen Gunsten zu biegen. Dabei berufen sie sich auf ein paar Grauzonen in dem Gesetz:
1.) Laut Gesetz ist es einem Piloten verboten ein Fluggerät in der Flugverbotszone zu fliegen -> Disney will 50 autonome Drohnen auf von mehreren Piloten überwachen lassen.

2.) Es ist verboten tagsüber in der Flugverbotszone zu fliegen -> Disney will am späten Abend fliegen.

Auch seien die Drohnen sehr leicht (weniger als 5kg) und seien mit 10km/h auch nicht besonders schnell, der Aktionsradius beschränke sich auf wenige Meter und sei mit entsprechendem Abstand zu den Zuschauen.

Man darf gespannt sein, ob Disney es schaffen wird eine Ausnahmegenehmigung für seine Drohnen-Lichtshow zu bekommen. Wenn dem so wäre, muss man wohl auch die ganze Logik der Festlegung hinterfragen.

via WashingtonPost

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